Gottesdienste

HIV wird auch im Gottesdienst thematisiert. Dies geschieht häufig zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Gerade die Ausgrenzung HIV-infizierter Menschen ist eine Herausforderung für eine Kirche, für die Nächstenliebe ein wesentlicher Wert ist.

Dabei gibt es verschiedene biblische Anknüpfungspunkte, in denen sich Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind, wiederfinden können. Ob die Wegbegleitung oder die Auferstehungshoffnung im Gang nach Emmaus (Lukas 24,13ff.) oder die Heilung  und Aufrichtung der verkrümmten Frau (Lukas 13,10ff.), ob die Sturmstillung (Mk 4,35ff.) oder die Heilung des Gelähmten (Lk 5,17ff.) oder die Heilung des Taubstummen (Mk 7,31ff.) – überall finden sich Anknüpfungspunkte, die direkt oder in übertragenem Sinne helfen, Betroffene und deren Begleiter zu ermutigen und zur stärken.

Eingestellt sind hier Gottesdienste und Meditationstexte, die beispielhaft sein können: Vor allem ist dies der große Aids-Gottesdienst in der Gottesdienstwerkstatt beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München, an dem katholische, evangelische und altkatholische Gruppierungen aus Aids-Seelsorge und Aids-Beratung  teilnahmen. Für und mit dem Gottesdienstinstitut erarbeitete der Arbeitskreis „Aids und Kirche“ des Diakonischen Werks Bayern  zwei Gottesdienstentwürfe, von denen einer hier enthalten ist. Das gesamte Material und auch die dazu gehörigen Karten sind zu bestellen unter: https://shop.gottesdienstinstitut.org/gottesdienst-zu-krankheit-und-aids-2012.html

Aids-Beratungsstellen in Bayern haben Beispiele aus ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt. Das sind selten ganze Gottesdienste, öfter Predigten oder als besonders gelungen erachtete Gottesdienstbestandteile. Darüber hinaus finden sich lyrische Meditationstexte der evangelischen HIV/Aids-Seelsorge, die in Gedenkveranstaltungen zum Weltaidstag in St. Lukas in München gelesen wurden.

Die Sammlung kann fortgesetzt werden. Wenn Sie eine besonders gelungene Andacht, einen Gottesdienst oder Gottesdienstbestandteil frei geben wollen, schicken Sie ihn bitte an das Aids-Referat des Diakonischen Werks Bayern.